Herquist, Iso

Das Ukulele Liederlernbuch

Band 1: Jetzt geht’s los! Band 2: Volle Power!

Thema: Bücher
Verlag/Label: Heros Musikverlag, Frankfurt 2012
erschienen in: Musik in der Grundschule 2012/03 , Seite 55

Der Autor Iso Herquist hat viele Erfahrun­gen beim Unter­richt­en der Ukulele sam­meln kön­nen und sie in zwei Lieder­lern­büch­ern aufgeschrieben. Der erste Teil richtet sich an Kinder ab sechs Jahren, der zweite Teil ist für Men­schen ab acht geeignet.

Bei­de Bände, die von außen wie zu dick ger­atene Hausauf­gaben­hefte ausse­hen, sind in gle­ich­er Weise aufgeteilt. Nach Erk­lärun­gen über die Ukulele im All­ge­meinen und im Beson­deren weist der Autor darauf hin, dass im hin­teren Teil des Hefts ein „biss­chen The­o­riekram“ zu find­en und jed­er „Hup und Pup“ auf der CD zu hören ist und unter angegeben­er Inter­ne­tadresse auch weit­ere Übun­gen abruf­bar sind. Dann geht es auch schon los.

Zu jedem Lied gibt es einige wenige Erk­lärun­gen, wie es zu spie­len ist und welche Beson­der­heit­en zu beacht­en sind. Immer wieder kann man Tipps zu bes­timmten Tech­niken find­en. Oft sind auch Fotos dabei, die zeigen, wie etwas gespielt oder die Hand, der Fin­ger gehal­ten wer­den sollten.

Das Lay­out erin­nert an eigene Arbeit­shefte, wo über oder unter dem eigentlichen Satz noch etwas hinzuge­fügt wurde, weil es wichtig war. In diesen Bän­den ist neben den gedruck­ten Sätzen und Liedern auch viel per Hand­schrift hinzuge­fügt. Mitunter wirkt das für meine Begriffe etwas zu unüber­sichtlich, manch­mal aber auch witzig und als guter Zusatz, weil Herquist es ver­ste­ht, mit weni­gen Worten auf den Punkt zu brin­gen, was jet­zt ger­ade wichtig erscheint. Am Ende des ersten Ban­des find­et sich noch etwas „Päd­a­gogik-Kram“. Dort gibt es Anre­gun­gen zum Noten ler­nen oder auch, wie die Lieder für ver­schiedene Altersstufen verän­dert wer­den kön­nen. Die Sprache der Ukulele-Schule ist gewöh­nungs­bedürftig, meines Eracht­ens auch für die genan­nte Ziel­gruppe zu umgangssprach­lich ver­fasst. Selb­st meine schon zwölfjährige Tochter stolperte über das „iss­es“ (ist es) und „schläuer“ (schlauer).

Alles in allem aber ist die Begeis­terung des Autors am Unter­richt­en und am Spie­len der Ukulele in diesen Bän­den spür­bar und somit sind sie empfehlenswert. Und wenn sich Erwach­sene an die Sprache des Autors gewöh­nt haben, bekom­men sie ver­mut­lich auch Lust auf dieses Instrument.

Dorothea Book