König, Wolfgang / Veronika te Reh

La piccola banda

Festivale di fantasia; Partitur, Klavierauszug, Chorpartitur, Text; Instrumentalstimmen leihweise erhältlich, DVD, CD

Thema: Noten
Verlag/Label: Carus-Verlag, Stuttgart 2011
erschienen in: Musik in der Grundschule 2013/02 , Seite 55

“La pic­co­la ban­da” ist eine Gruppe von Straßenkindern, die unter der Führung und Anleitung Mas­si­mos klauen geht, um ihr Leben bestre­it­en zu kön­nen. Sie wohnen in einem alten Palast, der genau­so sprechen kann wie die Stat­uen, die Sofas und die Rat­ten. Eines Tages erscheint das Mäd­chen Feli­cia, welch­es von zuhause wegge­laufen ist, um ihre Geschicht­en weit­er­schreiben zu kön­nen. Und so nimmt die fan­tastis­che Geschichte ihren Lauf.

Das „Fes­ti­vale di fan­ta­sia“, wie der Unter­ti­tel heißt, ist gewis­ser­maßen eine kleine Oper für Kinder­chor mit sowohl ein­fachen als auch anspruchsvollen ein- bis sechsstim­mi­gen Chorgesän­gen, Gesangs- und Sprech­soli und für ver­schieden­ste Instru­mente (dif­feren­ziertes Orch­ester, ein Ensem­ble mit his­torischen Instru­menten und eine Rock­band). Da es sich um einen alten ital­ienis­chen Palaz­zo han­delt, in dem die Geschichte spielt, wird teil­weise auch ital­ienisch gesprochen. Man fühlt sich ein­er­seits zurück­ver­set­zt in die ital­ienis­che Renais­sance, ander­er­seits mutet das Ganze auch ein biss­chen an wie ein Auss­chnitt aus Die rote Zora. Eine schöne Mischung.

Zum schnellen Einüben ist dieses Stück sich­er nicht geeignet. Eher ist es ein abend­fül­len­des Pro­gramm. Es bedarf ein­er richti­gen Ein­studierung, Texte müssen auswendig gel­ernt, wech­sel­nde Büh­nen­bilder und Req­ui­siten gebastelt und besorgt wer­den. Es ist auch kein Stück nur für Grund­schulkinder, eher wäre es schön, Kinder ver­schiede­nen Alters dabei zu haben, um der Bande das richtige Ausse­hen zu ver­lei­hen. (Im Heft ste­ht „Für Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren und zwei Erwach­sene“.) Empfehlenswert ist es für Kinder jeden Alters mit etwas Erfahrung beim Sin­gen. Durch­führbar nur, wenn es einen guten Spon­sor gibt und vielle­icht eine Koop­er­a­tion mit einem nahen Opernhaus.

Dorothea Book